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Von der Inventur bis zur Warensicherung: Handelsprozesse optimieren mit RFID

Eine Inventur ist in der Regel aufwendig, sie kostet Zeit und Geld. Was tun, damit Händler ihre Geschäfte zur Inventur nicht schließen oder die Bestandsaufnahme auf Sonn- und Feiertage legen müssen? Die Lösung heißt RFID (radio-frequency identification) – und bietet mehr als schnelle Inventuren.

Das weltweit tätige Beratungsunternehmen accenture hat untersucht, welchen finanziellen Nutzen der Einzelhandel durch den Einsatz der RFID-Technologie hat. Die 2018 veröffentlichte Studie zeigt, dass der Umsatz, je nach Branche und Größe des Geschäfts, zwischen 5 und 15 % steigt. Weitere Effekte sind ein Anstieg der Marge um bis zu 1 % und eine Reduzierung des Umlaufvermögens um 10 bis 15 % aufgrund optimierter Lagerbestände. Zudem ist bei 69 % der Einzelhändler ein signifikanter Grad an Akzeptanz vorhanden, Tendenz steigend.

Inventuren auf die Schnelle

 Der große Zuspruch ist kein Wunder: Bei der klassischen Inventur mithilfe des Barcodes, muss dieser zunächst einmal auf dem Artikel gefunden werden. Nicht selten ist er beschädigt oder schlichtweg nicht mehr lesbar. Außerdem muss jeder Artikel einzeln angefasst oder zumindest „kontaktiert“ werden. Der Einsatz eines RFID-Systems ermöglicht hingegen die minutenschnelle, berührungslose Identifizierung von Artikeln mithilfe elektromagnetischer Wellen. Es genügt, das Lesegerät entlang der entsprechend mit einem Chip versehenen Ware zu bewegen.

Fashionbrands wie Marc O’Polo und Superdry beispielsweise, liefern ihre Premiummode bereits „getaggt“. Das heißt, die Warenetiketten sind lieferantenseitig mit einem RFID-Mikrochip versehen. Ist dies nicht der Fall, muss auf das bestehende Warenetikett ein neues angebracht werden, das den auslesbaren Electronic Product Code (EPC) oder die Serialized Global Trade Item Number (SGTIN) enthält. Das hätte zwar vor wenigen Jahren noch einen hohen finanziellen Aufwand bedeutet. Inzwischen liegen die Preise für RFID-Tags jedoch bei ca. drei Eurocent pro Stück.

Mit RFID wird die Inventur oder die regelmäßige Bestandserfassung schneller, praktischer und genauer. Sie kann problemlos während der Geschäftszeiten und damit häufiger erfolgen. Die daraus resultierende Bestandsgenauigkeit ist insbesondere im E-Commerce eine Basis für Kundenzufriedenheit – denn Fehlbestände sind mithilfe der RFID-Lösung nahezu ausgeschlossen.

Mehr Transparenz beim Warenfluss

Die Realisierung eines umfassenden RFID-Projektes kann in Unternehmen Teil einer groß angelegten Prozessoptimierung sein. Mit der Einführung von RFID lassen sich sowohl die Warenverfügbarkeit, der Kassiervorgang und die Warensicherung in den Stores optimieren. Der Einsatz von RFID kann darüber hinaus die Prozesse der gesamten Supply Chain optimieren, was insbesondere für große Filialisten oder international aufgestellte Marken interessant ist.

Die Funktechnologie RFID macht es möglich, den Warenfluss vom Werk bis zur Ladentheke transparent nachzuvollziehen. Ohne Sichtkontakt oder Berührung können hinterlegte Artikelinformationen von mit RFID-Chips ausgestatteten Artikeln per Funk ausgelesen werden. Gespeichert sind in der Regel prozessrelevante Artikeldaten, abgestimmt auf das Warenwirtschaftssystem des Herstellers oder Händlers. Diese Daten beschreiben den Artikel für das System in Eigenschaft und Status. Der Abgleich verschafft einen Überblick und bietet Optimierungsmöglichkeiten an verschiedenen Stellen der Artikelerfassung und Bestandsverwaltung.

Wareneingänge verbuchen

Im Store kann RFID-Technologie, abgesehen von der Inventur, auch das Erfassen von Wareneingängen vereinfachen. Das Verbuchen der neu eingetroffenen Lieferungen funktioniert mittels RFID nicht nur schneller, sondern stellt gleichzeitig eine hohe Genauigkeit sicher. In der Kombination des RFID-Systems mit dem Warenwirtschaftssystem ist es allerdings wichtig, dass Schnittstellen optimal verknüpft sind.

Die positiven Effekte im Store setzen sich fort: So ersetzen Lesepunkte an den Kassen den Scanvorgang und das Entsichern der Ware. Es genügt häufig, die z.B. vom Kunden entgegengenommenen Kleidungsstücke zusammen auf den Kassenlesepunkt zu legen, um sie zu erfassen. Das Scannen der jeweils einzelnen Artikel entfällt. Hinzu kommt: Die Aktualisierung der Bestandsübersicht und die Kaufabwicklung gelingen auch hier weiter in einem Schritt.

Umweltschonende Artikelsicherung

Auf über drei Milliarden Euro bezifferte das EHI 2019 den wirtschaftlichen Schaden, der jährlich durch Ladendiebstähle entsteht. Ein modernes Warenwirtschaftssystem ermöglicht es, die Vorteile von RFID als Sicherungsmethode tatsächlich zu nutzen. Mit der Verbuchung des Kaufvorgangs übergibt die Warenwirtschaft die Information, welche Artikel verkauft sind, an das Warensicherungssystem. So erkennen die Antennen, bzw. die Lesepunkte im Ausgangsbereich, ob es sich um einen an der Kasse bezahlten und somit „freigeschalteten“ Artikel handelt, der den Laden sowie die gesamte Erfassungskette verlässt. Eine Verbindung, die weiterhin eine hohe Diebstahlsicherheit gewährleistet, zugleich aber Arbeitsschritte und den Einsatz von zusätzlichen Plastik-Sicherungen einspart. Dies ist ein wichtiger Faktor hinsichtlich des Servicegedankens und ein Vorteil für Kunden und Umwelt.

Optimal für Omnichannel

Die Integration von RFID in Handelsprozesse führt somit zu einer deutlichen Zeitersparnis bei der Wareneingangskontrolle und insbesondere bei der Inventur. Auch das Warensicherungssystem kann optimal integriert werden, da es nur die entsprechende Technologie, jedoch kein zusätzliches Handling erfordert. Und für den Kunden stellt sich die noch genauere Bestandsführung als Vorteil heraus: Die Warenverfügbarkeit ist bestmöglich gesichert. So kommt es weder stationär noch im E-Commerce zu Enttäuschungen, weil ein angeblich vorhandener Artikel nicht auffindbar – oder doch bereits verkauft ist.

 

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Dieser Artikel ist in der ROQQIO Redaktion entstanden. Hier schreiben PR- und Marketingexperten zu Themen rund um Trends, Technologien und Entwicklungen im Handel und Handelsmarketing.

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