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Ship-from-Store: Wie die Digitalisierung die Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels wiederherstellt

Es erscheint zunächst paradox: Obwohl sich die große Mehrheit aller Kunden wünscht, dass sie ihre Bestellungen schnell und umweltfreundlich erhalten, verzichten die meisten darauf, persönlich in die Läden zu gehen. Stattdessen bestellen sie online und warten zu Hause auf die Lieferung, die ihnen zu einer unbestimmten Zeit über Umwege zugestellt wird.

Großes Produktangebot und ein entspannter Service

Die Mehrzahl der Konsumenten verbindet Shopping mittlerweile mit einer Tätigkeit am Rechner, an dem von zu Hause aus oder unterwegs auf Plattformen eine große Vielfalt an Produkten gekauft werden kann. Der Zustellservice verspricht zudem eine schnelle und kostengünstige Lieferung. Gerade letzteres verkleinert zumindest die Kluft zwischen der Sofortabholung im Store und der Wartezeit bis zur Zustellung. Beispielsweise investiert Amazon zurzeit viel, um die eigene Lieferlogistik schnell zu verbessern und innovativer zu gestalten. Dabei setzt das Unternehmen auf neue Technologien, Geschwindigkeit bei der Auslieferung sowie Verbesserungen des Kundenservice. Als kleines oder mittelständisches Unternehmen dagegen in den Ring gehen zu wollen, scheint zunächst genauso unwahrscheinlich von vergleichbarerem Erfolg gekrönt wie der Ausgang des Duells David gegen Goliath. Aber auch große Filialketten tun sich schwer, von der stetigen Verschiebung des Handels von off- auf online den Kopf über Wasser zu halten, speziell während eines Lockdowns.

Dennoch ist es genau deswegen notwendig, die verfügbaren Ressourcen zu nutzen und sich bietende Gelegenheiten wahrzunehmen, speziell wenn diese es auch Filialhändlern ermöglichen, aus der Not eine Tugend zu machen und sich mit kleinen Veränderungen strategisch neu aufzustellen. Ein solches Asset stellt die Filialeinbindung in die eigene e-Commerce-Strategie dar. Omnichannel-Vertrieb ist den meisten Filialhändlern bereits gut bekannt, wenn nicht sogar schon seit Jahren von ihnen gelebt. Ein bedeutender Baustein fehlt jedoch den meisten Filialen, um den latenten Mehrwert wirklich gewinnbringend an den Markt zu bringen. Das Prinzip Ship-from-Store beschreibt die Integration von lokalen Filialen in den Onlinestore. Ladengeschäfte werden dabei selbst zu Fulfillmentzentren erweitert. Auf diese Weise können auch vor dem Hintergrund der derzeitigen Gesundheitskrise geschäftliche Vorteile geschaffen und Umsätze gewahrt werden.

Vorzüge und Voraussetzungen von Ship-from-Store

Mithilfe von Ship-from-Store lassen sich mehrere Herausforderungen eines zentralen Lagersystems angehen sowie Gewinne maximieren. Aus Click & Collect wird Click & Deliver.

Ist eine gewünschte Farbe oder Größe in dem Onlinestore nicht mehr verfügbar, bricht der Kunde den Kauf mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ab. Ship-from-Store bietet dann den Vorteil, zusätzlich auf die Verfügbarkeiten in den lokalen Läden zugreifen zu können und so die Warenverfügbarkeit deutlich zu steigern. Im Onlinestore wird also eine Art virtuelle Verfügbarkeit abgebildet, die alle Artikel beinhaltet, die in der gewünschten Zeit problemlos zugeliefert werden können. So erhalten sowohl Einzelhändler wie auch Kunden einen unmittelbaren Vorteil aus der verbesserten Verfügbarkeit. Auf diese Weise entgeht dem Unternehmen kein möglicher Umsatz mehr. Preisreduktionen, die häufig genutzt werden um am Saisonende die verbleibende Ware abzusetzen, können so begrenzt werden. Auf diese Art lässt sich auch die tatsächliche Nachfrage nach bestimmten Artikeln besser erfassen, sodass die Planung für Einkauf, Logistik und Produktion des Unternehmens optimiert werden kann.

Mit Ship-from-Store übernehmen die Händler vor Ort Logistikfunktionen, die zuvor lediglich ein zentrales Lager übernehmen konnte. Während die Warenverfügbarkeit jedoch noch durch ein ausgeklügeltes Warenmanagement und erprobte Absatzvorhersagen stets verbessert werden kann, schlägt ein Aspekt sogar die Logistikversprechen von Branchenprimus Amazon Prime: Der Versand aus der Filiale in ein konsolidierendes Zustellnetz macht einen marktverändernden Vorteil direkt wieder zunichte. Ship-from-Store kann heutzutage Warensendungen auf kurzen Transportwegen schnell und umweltfreundlich zum Kunden bringen, was zudem die Sichtbarkeit der lokalen Shops und damit der Marke selbst steigert.

Ebenso können Einzelhändler mit Ship-from-Store ihre Flächenrentabilität und ihre Conversion Rate erhöhen. Kürzere Wege zum Kunden bedeuten nicht nur, dass diese ökologischer sind. Die Kombination des Omnichannel-Vertriebs und Ship-from-Store bietet einen Logistikservice in einer Geschwindigkeit, die selbst die größten eCommerce-Player nicht erreichen können. Während händeringend Flächen in zentralen Stadtlagen gesucht werden, um die Logistik noch schneller und näher an den Kunden zu bringen, haben Filialhändler diesen Vorteil bereits seit langem im Unternehmen verankert. Das Käuferargument für Unternehmen mit schneller und zuverlässiger Zustelllogistik kann aus den Filialen heraus nicht nur ebenso gut bedient, sondern sogar auf ein neues Qualitätslevel gehoben werden. Ein Wettbewerbsvorteil, der auch eine gut gefüllte Investmentkasse so schnell nicht ausgleichen kann. Bisher stockte die Umsetzung an ausreichend skalierten Zustellmöglichkeiten, die genau den Geschwindigkeitsvorteil zuverlässig zum Kunden bringen können. Durch die rasante Entwicklung in der Smart-City-Logistik funktioniert dieses heute nicht nur schnell und zuverlässig, sondern auch emissionsfrei sowie verkehrsarm.

Der erste Schritt einer Integration von Ship-from-Store ist die technische Vorbereitung der Warenwirtschaft. Die Lagerbestände müssen transparent abgebildet werden, nur so erhalten Händler und Kunden die Möglichkeit, verbindlich zueinanderzukommen. Im Idealfall werden hier alle dezentralisierten Kanäle vereinheitlicht, um genaue Daten zu erfassen und den nötigen Ausgleich im lokalen wie im Onlineproduktbestand aufrechtzuerhalten. Einfache Integrationen gehen hier jedoch sehr schnell und pragmatisch von der Hand. Es lohnt sich außerdem, die Geschäftsfläche in den Filialen selbst zu überdenken, da eine angepasste Aufteilung in den meisten Fällen für eine Pack- und Versandstation besser geeignet ist. Natürlich ist jedes Geschäftsmodell individuell und es treten unterschiedliche Ausgangspositionen und Herausforderungen hervor. Erfahrene Unternehmen bieten hier jedoch heutzutage sehr gute und anpassungsfähige Vorgehen an, sodass der Schritt zur Umsetzung alles andere als ein Hexenwerk darstellt, wenn es auch etwas Mut und Herz zur Veränderung erfordert.

Ship-from-Store kann mehr

Das Ship-from-Store-Modell selbst wird allein schon wegen der Möglichkeiten, die Sichtbarkeit der Läden, den Zustellservice sowie die Kundentreue mittles verbessertem Kundendienstleistungen zu steigern für den Einzelhandel und dem eCommerce attraktiv. Um die herkömmlichen Versandhäuser noch stärker an die Marktveränderungen anzupassen und eine neue Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen, kann dieses Konzept hinsichtlich seines Serviceangebots gerade für Modeläden sogar noch erweitert werden: Für Premiumprodukte können Sie einen Premiumservice anbieten – dieser kann beim Versand beginnen und setzt nicht nur auf Schnelligkeit und den Transport qualitativ hochwertiger Materialien. Ebenso können darüber Reinigungs- oder Änderungsservices angeboten werden. In der Realität der Fast Fashion ist eine schnelle Retourzeit zudem unabdingbar, wenn man noch bis zum Ende der Saison alle seine Produkte an den Kunden bringen möchte. Wenn die Retoure schnell und direkt an den Laden geleitet wird, können die Transportzeiten bis zum Weiterverkauf deutlich reduziert werden. Auch für Elektronikmärkte ist ein Zusatzservice für eine Reparatur oder Wartung von Elektrogeräten aller Art, verbunden mit einer schnellen Zustellung und Abholung der Artikel von zu Hause, nicht nur bequem, sondern auch ein einzigartiger Service, der die Vor-Ort-Präsenz der Filialen in einen unschlagbaren Wettbewerbsvorteil münzt.

Die Integration der stationären Geschäfte in den Onlinehandel und Onlineservices vereinfacht und beschleunigt den dezentralisierten Versand, spart darüber hinaus Kosten und verstärkt die Kundenbindung.

Die derzeitige kritische Gesundheitssituation erfordert ein Umdenken und kann einen Anstoß für neue Konzepte schaffen, die die Kunden immer deutlicher wünschen!

Über Fairsenden

Das IT- und Logistikunternehmen Fairsenden verbindet Umweltbewusstsein, faire Arbeitsbedingungen und Transparenz & Kontrolle für die Sendungsempfänger bei der Auslieferung von Warensendungen. Mittels eLastenrädern werden Pakete zur individuellen Wunschzeit von festangestellten Fahrern schnell und zuverlässig an der Haustür übergeben oder abgeholt. Besuchen Sie das Unternehmen auf www.fairsenden.com und erfahren Sie mehr.


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Antonia Zweig

Antonia Zweig

Antonia Zweig ist gelernte Sozialwissenschaftlerin und arbeitet seit Anfang 2020 beim IT- und Logistikunternehmen Fairsenden GmbH. Ihr besonderes Interesse gilt der Umsetzung technologischer und grüner Forschungsprozesse, die Vorteile für Menschen und Umwelt vereinen.

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