<span id="hs_cos_wrapper_name" class="hs_cos_wrapper hs_cos_wrapper_meta_field hs_cos_wrapper_type_text" style="" data-hs-cos-general-type="meta_field" data-hs-cos-type="text" >Vergleich RFID vs Barcode: Wo liegen die Vor- und Nachteile?</span>
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Vergleich RFID vs Barcode: Wo liegen die Vor- und Nachteile?

RFID (Radio frequency Identification) klingt neu, nach Hightech, nach Zukunft. Läutet die Technologie eine neue Ära im Einkauf und in der Logistik ein? Ist der Barcode bald Geschichte? Es sei vorweggenommen, beide haben ihre Daseinsberechtigung, doch was eignet sich wann am besten?  

RFID und Barcode im Einsatz

Viele von uns haben mit RFID-Systemen schon zu tun gehabt, wenn auch vermutlich unbewusst. Beispielsweise, wenn wir uns unserem Auto nähern und es aufschließt, an der Kasse, an der die Verkäuferin diesen kleinen Transponder entfernt oder wenn wir mit einer Karte das Hotelzimmer öffnen. RFID-Technologie ist bereits vielfältig im Einsatz. Ebenso der gute alte Barcode, der immer das nette Piepen an der Kasse auslöst, wenn das Personal etwas über den Scanner schiebt.  

Im Bereich Logistik und Lieferkette findet die RFID-Technologie immer mehr Einzug und auch wenn der Barcode hier noch die Nase vorne hat, lohnt sich ein Blick auf die Vor- und Nachteile.  

 

Wie funktioniert der Barcode?

Bei Balkencodes handelt es sich in den meisten Fällen um ein Bild, bestehend aus einer Anordnung von Strichen, in unterschiedlicher Dicke und Abstand. Die Räume zwischen den Linien enthalten keine Informationen. Der Code wird auf den entsprechenden Artikel oder seine Verpackung gedruckt. Die Striche stehen für verschiedene Nummern, die zusammen einen Code, der im ERP (Enterprise Resource Planning) zum Produkt hinterlegt ist, zur Identifikation der Ware ergeben. Der Barcode wird von einem Scanner mittels Infrarot Laser oder per Kamera ausgelesen. Das Lesegerät entschlüsselt so die im Code implementierten Informationen. Seinen ersten Einsatz fand dieses System 1974 auf einem 10er Pack Kaugummi.   

 

Einsatzfelder für den Barcode 

Der Code wird in der Logistik vor allem in Verteilerzentren eingesetzt. Die Pakete werden einzeln gescannt, eingelagert, umgelagert oder auf das entsprechende Förderband gelegt. Prozesse werden hier automatisiert und optimal für die RFID- Transponder Systeme vorbereitet.   

Im Einzelhandel werden Produkte damit ausgezeichnet und durch Scannen an der Kasse in das Kassensystem eingelesen. Neben dem Zahlungsvorgang wird so der Vorgang der Nachbestellung von Waren vereinfacht, da das System bei einem festgelegten Wert dem Einkäufer Bescheid gibt oder eigenständig nachbestellt.  

Zusätzlich zu den beiden gängigsten Einsatzgebieten findet der Strichcode in Laboren, in der Lagerwirtschaft, in der Produktion und im Transportwesen Verwendung.   

 

Vorteile des Barcodes

Der Barcode bringt einige Vorteile im Vergleich zu anderen elektronischen Produktcodes mit.   

  1. Der Code lässt sich auf Etiketten drucken oder Verpackungen. Dadurch ist dieses System kostengünstig und einfach umsetzbar.   
  2. Dank Standardisierung ist er weltweit einsetzbar und lässt sich auf andere Unternehmen ausweiten, sodass die gesamte Lieferkette ihn nutzen kann.   
  3. Schnelle Auslesung möglich. Hierfür ist nicht einmal ein spezielles Lesegerät nötig. Sogar Smartphones sind mit der entsprechenden App als Lesegerät einsetzbar.   
  4. Kostenersparnis durch die im Code gebündelten Informationen.    
  5. Die Fehlerwahrscheinlichkeit wird erheblich gesenkt.   
  6. Kann manuell gelesen werden, wenn kein Lesegerät zur Verfügung steht.  

 

Nachteile des Barcodes

Leider hat der Strichcode auch ein paar Nachteile.   

  1. Er kann schnell verschmutzen und zerstört werden. Dadurch ist die Lesbarkeit nicht mehr gewährt.   
  2. Das Scannen kann nur mit Sichtverbindung erfolgen.   
  3. Durch die Einfachheit und Standardisierung kann er ohne großen Aufwand kopiert werden.  
  4. Dank der technischen Entwicklung der Handykameras, kann jeder den Barcode auslesen.   
  5. Maschinelles Auslesen funktioniert nur, wenn der Code immer an der gleichen Stelle ist.   

 

Wie funktioniert RFID?

RFID steht für Radio Frequency Identification und gehört zu den Sender-Empfänger-Systemen. Bei der RFID-Technologie gibt es einen RFID-Transponder und ein Lesegerät zum Empfang. Der RFID-Transponder ist im Normalfall ein Chip, auch RFID tags oder smart label genannt. Dieser sitzt, umgeben von einer Antenne, auf einem Träger. Wird er durch ein Magnetfeld geführt, erwacht er und sendet. Das Empfangsgerät verfügt ebenfalls über eine Antenne, mit der sie die Signale, in Form von elektromagnetischen Wellen, empfängt. Jeder RFID-Tag sendet unterschiedliche Signale, die von dem RFID-Lesegerät ausgelesen werden. Die Transponder können nicht nur ausgelesen, sondern auch neu beschrieben werden und sind daher wieder verwendbar.   

 

Einsatzfelder für RFID

Die Anwendung für die Radio Frequency Identification ist in der Logistik vielfältig, in erster Linie wird RFID jedoch eingesetzt, um Waren und Sendungen zu lokalisieren, registrieren und katalogisieren. In folgenden Bereichen wird RFID häufig angewandt:  

  

Die meisten dürften RFID-Tags von der Produktsicherung kennen. Die integrierten Transponder verhindern Diebstahl oder erschweren diesen zumindest deutlich.   

RFID wird auch zur Steuerung von umfangreichen Produktionsabläufen eingesetzt, sowie in Bibliotheken, der pharmazeutischen Industrie, zum Markenschutz, zum Bagage Tagging, Ticketing oder zur Kennzeichnung von Tieren. In der Inventur, die um einiges einfacher und schneller mit RFID durchgeführt werden kann, spielen RFID-Systeme ihre Stärken aus, sowie bei extremen Bedingungen, die ursprüngliche Produktkennzeichnungen schnell unleserlich machen. RFID-Chips verfügen über eine eigene Energieversorgung.   

 

Vorteile der RFID Technologie

 Für die Anwendung der RFID- Technologie spricht vieles.   

  1. Die Integration des RFID-Transponders ist unsichtbar möglich, sowohl in die Produkte als auch in Etiketten.   
  2. Die Transponder können ohne Sichtkontakt ausgelesen und beschrieben werden.   
  3. Es können mehrere RFID-Transponder gleichzeitig gelesen werden.   
  4. Die Erstleserate der RFID-Systeme ist mit nahezu 100% hoch.   
  5. Schneller und simpler Datenaustausch.  
  6. RFID-Systeme können sinnvoll mit Barcode-Systemen kombiniert werden.   
  7. Permanente Warenverfügbarkeit.   
  8. Digitales Auszeichnen der Produkte (Preise werden in Echtzeit ausgezeichnet).  
  9. Der Chip ist je nach RFID-Tag System widerstandsfähig gegen Schmutz und Zerstörung.   
  10. Informationen werden dynamisch verwaltet.  
  11. Reduktion der Fehler, da eine Sichtprüfung nicht nötig ist.    
  12. Höhere Fälschungssicherheit durch die eindeutige ID der RFID-Tags.  

 

Nachteile der RFID Technologie

Neben den Vorteilen gibt es selbstverständlich auch Nachteile.   

  1. Es wird immer ein Lesegerät benötigt, um die Transponder auszulesen.   
  2. Jeder mit entsprechendem Lesegerät kann die Daten ohne Sichtkontakt zum Transponder unauffällig auslesen. Stichwort Datenschutz.   
  3. Auslösen von Alarmen in anderen Geschäften dank unsauberer Implementierung der RFID-Chips.   
  4. Die Kosten für Hardware, Software und Anpassung in die vorhandene Infrastruktur sind im Vergleich gegenüber anderen Systemen hoch.   
  5.  Fehlende Standardisierung von RFID-Systemen.   
  6. Andere Daten können auf die Transponder eingespeist werden.   
  7. Die Radiowellen können abgefangen oder gestört werden.   
  8. Flüssigkeiten können die Kommunikation mit dem Transponder stören oder den Transponder beschädigen.   



Fazit RFID versus Barcode

Die beiden größten Vorteile der RFID-Technologie sind die Eindeutigkeit und die berührungsfreie Auslesbarkeit. Beim Strichcode ist es die enorme Kostenersparnis und der weltweite Einsatz dank Standardisierung. Unternehmen profitieren davon, wenn beide Technologien mit entsprechendem Know-how verwendet werden. Durch die vorbereitende Automatisierung mit Barcode kann die RFID-Technik in die Prozesskette eingeführt und ein schnelles und effektives Management der Lieferkette erreicht werden.